Gemeinde Aufhausen, VG Sünching, Landkreis Regensburg
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Gemeinde Aufhausen - VG Sünching - Landkreis Regensburg

Aus der Ortsgeschichte Aufhausen

Aufhausen ist eine der ältesten Siedlungen des südlichen Landkreises Regensburg. Auf einem das Tal der Großen Laber beherrschenden Höhenzug gelegen, ist es geographisch der Mittelpunkt des Labertales von Schierling bis Schönach.

Erste urkundliche Erwähnungen:

  • 769 beurkundet Tassilo III in Aufhausen eine Schenkung an die Kirche zu Moosen (in villa publica que dicitur Ufhusin)
  • 878 20. September, ist der Ort in einer Urkunde Kaiser Karlmanns genannt „ad Perga Juxta Ufhusa“
  • 889 15. Oktober übergibt König Arnulf eine Kapelle zu Aufhausen seinem Exkanzler Aspert „capellam .... ad curtem Regiam, quae Ufhusa dicitur“
  • 953 urkundet Kaiser Otto I auf seinem Königsgut eine Besitzbestätigung dem Erzbischof von Salzburg „astum Ufhusa“ am 29. November 953

Nach ergibnisloser Belagerung Regensburgs nahm Otto I 953 Winterquartier in Aufhausen.

In einem Besitzverzeichnis des Klosters St. Emmeram Regensburg sind „equites de Uhusen“ als Ministerialen des Abt-Bischofs erwähnt. Das Geschlecht der „Aufhauser“ - „de Ufhusen“ spielte in den Jahren 1160 - 1224 eine bedeutende Rolle.

1269 am 28. September erfolgte im sog. „Aufhausener Vertrag“ ‘(Spindler) die Teilung der Güter des Königs Konrad zwischen den Herzögen Ludwig und Heinrich.

Diese kurzen historischen Fakten beweisen die Bedeutung Aufhausens im Früh- und Hochmittelalter. Hinzu kommt noch die Tatsache, daß Aufhausen im Frühmittelalter Sitz eines Hochgerichts war, später dann als Hofmark des Domkapitels von Regensburg Sitz eines Pflegergerichts.

Welche Bedeutung Aufhausen als Wallfahrtsort und religiöser Mittelpunkt hatte, ergibt sich aus der Tatsache, daß während des Spanischen Erbfolgekrieges Aufhausen durch einen besonderen Schutzbrief Kaiser Leopolds I von jeder Besetzung und Kriegsleistung verschont blieb.

Auch in wirtschaftlicher Hinsicht spielte Aufhausen im Mittelalter und in der Neuzeit eine bedeutende Rolle als wirtschaftlicher Mittelpunkt des Labertales. Seit 1267 wird der Kirchweihmarkt - der sog. Bartholomäusmarkt - durchgeführt. Das Marktrecht wurde durch Heinrich II von Kärnten verliehen. Bis zu Beginn unseres Jahrhunderts war mit dem Jahrmarkt auch ein Viehmarkt verbunden. Die Bedeutung des Marktes und der Ortschaft Aufhausen für die Versorgung des Umlandes ergibt sich daraus, daß in Aufhausen fast sämtliche Handwerkszweige und Dienstleistungen vertreten waren, von den Tafernwirtschaften über das Nahrungsgewerbe bis zu den ländlichen Handwerkern wie Säckler, Hutmacher, Gerber, Seiler, Taschner, Uhrmacher usw. und Bader. Da ist es verständlich, daß bald nach München im Jahr 1855 einer der ersten „Meister- und Gesellenvereine“ auf dem Lande in Aufhausen gegründet wurde.

Diese Jahrhunderte alte Tradition des heimischen Handwerks ist auch der Grund, warum der Kirchweihmarkt auch heute noch zu den bestbesuchten Märkten des südlichen Landkreises und des Labertales zählt.

Die Gemeinde Aufhausen besteht aus Aufhausen und den 1971 eingemeindeten Ortschaften Triftlfing, Hellkofen, Petzkofen, Irnkofen und Niederhinkofen.

Die Gemeinde Aufhausen bildet mit den eingegliederten Ortschaften eine gewachsene Einheit mit über 1790 Einwohner und einer Gesamtfläche von 27 km².

Während die eingemeindeten Ortschaften hauptsächlich landwirtschaftlich ausgerichtet sind, ist die Bevölkerung in Aufhausen stark gemischt. Neben kleineren und mittleren Landwirtschaftsbetrieben und kleineren Gewerbebetrieben ist ein hoher Prozentsatz als Arbeiter, Angestellte und Beamte tätig.

Dies zeigt sich schon in der regen Bau- bzw. Siedlungstätigkeit. Die im Gemeindebereich ansässigen Arbeiter und Angestellten fahren täglich als Pendler in den Raum Regensburg / Neutraubling.

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